16.03.2015

Eine Deckenfläche für ein Geschoss mit der Anordnung der dezentralen Verteiler inklusive der Anschlüsse – ergänzende TGA-Installation für die kontrollierte Lüftung

Perfekt abgestimmte Raumsteuerung für das schnelle Heiz- und Kühlsystem Ceiltec®

 

Bauteilaktivierung ohne Steuerung

Bisher musste man sich um die individuelle Steuerung der einzelnen Rohrkreisläufe einer klassischen Bauteilaktivierung nicht kümmern. Man teilte die Gebäudeflächen in große zusammenhängende Zonen ein, die als Grundlast konzipiert auch nur wenig Steuerung benötigten. Für die Steuerung des Raumklimas mussten die ergänzenden Heizkörper oder einzelne Deckensegel herhalten.

 

Höhere Leistung und schnelle Reaktionsfähigkeit fordert die Einzelraumregelung

Anders sieht das mit dem neuen energieeffizienten Kühl- und Heizsystem Ceiltec® aus. Zwei wichtige Eigenschaften der neuartigen Klimadecke gegenüber der klassischen Bauteilaktivierung bilden die Voraussetzung für eine individuelle Raumklima Steuerung:

-          die deutlich höhere Leistung beim Heizen und Kühlen

-          die schnelle Reaktionsfähigkeit

Diese Eigenschaften werden durch die Ausführung der Decke mit  einem Sandwichquerschnitt anstelle eines Vollquerschnitts  erst möglich. Die geringe Masse der unteren, dem Raum zugewandten Schale, und die Anordnung der Rohrleitungen nahe der Oberfläche bilden die physikalische Grundlage für diese deutlichen Leistungssteigerungen.

Bei diesen Leistungswerten wird die vollständige Raumklimatisierung ausschließlich mit dem System Ceiltec® erbracht, und die unterschiedlichen Räume werden über eine Einzelraumregelung individuell temperiert. Zusätzliche Gerätschaften für die Raumklimatisierung sind nicht mehr erforderlich. Eine passende Steuerungseinheit ist jetzt gefragt.

 

Hohe Flexibilität in der Raumklimasteuerung mit den dezentralen Verteilern von Ceiltec®

Mit den sogenannten dezentralen Verteilereinheiten erfüllt man diese Anforderungen auf effiziente Weise. Innerhalb der thermisch festgelegten Zonen werden von unten zugängliche Verteilereinheiten im Deckenquerschnitt vorgesehen. Die einzelnen Rohrregister innerhalb jeder Ausbauachse werden an diesen Verteiler angeschlossen. Zu jedem Kasten gehören Steuerleitungen.  Über diese wird dann jeder angeschlossene Kreislauf individuell gesteuert und die gewünschte Temperatur im Raum eingestellt.

Der Kasten für den Verteiler wird bereits werkseitig vorgerüstet. Mit dem Einbau der Verteiler und deren Anschluss an die einzelnen Register werden die einzelnen Kreisläufe nach dem Verlegen der Platten über die Bauteilfugen hinweg zusammengeschlossen.

 

Wahlweise und individuell wird Wärme oder Kälte geliefert

Der Verteiler selbst wird mit einer Vorlauf- und Rücklaufleitung versorgt. Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, den jeweiligen Verteiler alternativ mit Kälte oder Wärme versorgen zu können. Das zugehörige Umschaltventil kann dann an einer anderen Stelle, wie z.B. direkt am Schacht, angeordnet werden. Die individuelle Anordnung von dezentralen Verteilern in der Fläche ermöglicht es, die einzelnen Zonen parallel zu Kühlen bzw. zu Heizen. Somit kann man auf die unterschiedlichen Anforderungen hinsichtlich zonenweiser Kühlung und Heizung reagieren.

Sowohl die Nord-Südausrichtung im Gebäudegrundriss, sowie eine größere Innenzone oder Bürozone mit einseitigem Anschluss an Innenhöfen, kann dadurch geregelt werden.

 

Erfolgreiche Anwendung und zukünftiges Potential

Passend zu den höheren Leistungswerten der Ceiltec® Klimadecke steht mit diesem Konzept eine sehr effiziente Technik zur individuellen Steuerung des Raumklimas zur Verfügung.

Diese Technik wurde in aktuellen Projekten wie dem Kreativpark in Karlsruhe und RedONE in Freiburg erfolgreich eingebaut. Dieses Konzept zeigt allerdings noch Potential für weitere Entwicklungen und Anpassungen, was die neuerliche Umsetzung derzeitiger Anforderungen zu Tage bringt. Darüber werden wir in den nächsten Ausgaben unseres Newsletters ausführlich berichten.