08.09.2014

Der ganzheitliche Ansatz der vorgefertigten Deckenelemente CEILTEC®

 

Das vorgefertigte Deckensystem Ceiltec ist ein tragendes Plattenelement, welches dank der vollständig integrierten Haustechnik zugleich die Voraussetzung für die angenehme Büroatmosphäre liefert. Mit dem System wird sowohl eine thermische als auch eine akustische Behaglichkeit erzeugt. Der Einbau der Streifenabsorber in der Betondecke verbesserte die Raumakustik ohne die thermische Leistung zu reduzieren. Die im Deckenhohlraum  angeordneten Lüftungsleitungen und deren Anschluss an die Akustikabsorber als Luftauslass vervollständigt das Konzept des ganzheitlichen Ansatzes dieses Deckensystems. Zusätzliche  Leerrohre für Elektro- und Steuerkabel werden ebenfalls im Werk in den Deckenquerschnitt eingebaut.

 

Aufbau des Sandwichquerschnitts

 

Der als Sandwich ausgebildete Querschnitt der vorgefertigten Platten bildet die Grundlage dieses Konzepts. Die Aufteilung des tragenden Plattenquerschnitts in drei Schichten ermöglichen eine gezielte Zuordnungen unterschiedlicher Komponenten für die Haustechnik in der jeweiligen Schicht. Unabhängig von den beiden Deckentypen Ceiltec-A oder –B erfolgt der Aufbau stets wie folgt:

 

a.    Unterer Deckenspiegel (1. Schicht)

  • in die Unterseite bündig integrierte Akustikabsorber
  • die in regelmäßigem Abstand zueinander angeordneten Rohrleitungen zum Kühlen und Heizen
  • Auslässe für die Luft (z.B. in Verbindung mit den Lüftungsleitungen)
  • anstelle der Streifenabsorber LED-Beleuchtungselemente
  • Elektrodosen und zugeordnete Leerrohre

 

b.    Zwischen- oder Hohlraum (2. Schicht)

  • Lüftungsleitungen mit Anschluss an den Streifenabsorber
  • Kabelpritschen für Elektro- und Steuerkabel
  • Zuleitungen für die einzelnen Rohrregister bzw. für die dezentralen Verteiler

 

c.    oberer Deckenspiegel (3. Schicht)

  • je nach Ausbildung der Brandschutzebene Revisionsöffnungen oder Lüftungsauslässe

 

 

Statische Vorzüge des Sandwichquerschnitts

 

Die genannte Aufteilung korrespondiert auch mit der statischen Zuordnung. Eine der beiden äusseren Schalen bildet je nach Einwirkung die Druckzone und die andere die Zugzone. Daraus lässt sich der Biegewiderstand bestimmen. Die wenigen zwischen beiden Schalen angeordneten Rippen übernehmen den Schubwiderstand. Durch die gezielte Ausbildung der Rippen sind Öffnungen erlaubt, so dass die Leitungen auch die Rippen queren dürfen.

Der Widerstand des Sandwichquerschnitts ist mit dem Vollquerschnitt identisch. Die Steifigkeit fällt etwas geringer aus, was jedoch bei der Ermittlung der Durchbiegungen durch die deutlich geringeren Eigenlasten kompensiert wird. Je nach Deckenstärke beträgt die Reduktion des Gewicht bis zu 55% aus. In Verbindung mit einer Vorspannung können mit dem System große Spannweiten mit geringen Verformungen problemlos realisiert werden.