15.12.2014

Modernes Insitutsgebäude mit niedrigstem Energieverbrauch - das Projekt Weinlabor Heidger in Osann-Monzel an der Mosel

Auf dem Weg zum Aktivhaus: Weinlabor Heidger

Das perfekte System der Natur als Vorbild

In den steilen Weinbergen der Mosel  zeigt die Natur eindrücklich, wie die Sonne und der Boden eine ideale Verbindung eingehen, um durch Energiespeicherung den Trauben einen optimale Umgebung für die Reifung zu bieten. Es gilt gleich mehrere Aspekte der natürlichen Energiebevorratung zu betrachten, denn erst die Summe aller Möglichkeiten optimiert das Klima rund um die Trauben.

Der Schieferboden besteht aus vielen kleinen übereinander liegenden Schieferplatten. Die dünnen Platten mit geringer Masse speichern die auftreffenden Sonnenstrahlen kurzfristig, um die Wärme dann in der kühleren Nacht an die Traube abzugeben und damit zu einer optimalen Reifung beizutragen. Die geschichteten Platten sorgen zudem dafür, dass keine kapillaren Verbindungen entstehen, die den Boden austrocknen lassen. Allerdings wird die Oberfläche auch nach einem Regen wieder schnell trocken. Ergänzt wird dieses kurzfristige Speichersystem durch den Langzeitspeicher in Form des Wassers der Mosel mit ihrer großen Oberfläche. Das Wasser speichert ebenfalls die Wärme der Sonnenstrahlen und gibt diese an die Hänge des Tals wieder ab. Die Natur zeigt eindrücklich welche Energiesparmöglichkeiten vorhanden sind, um ein dauerhaftes behagliches Klima für die Früchte zu erzeugen. Will man zudem in Erfahrung bringen, wo die besten Klimabedingungen vorhanden sind, braucht man nur die Flächen nach einem Schneefall beobachten. Dort wo der Schnee am schnellsten geschmolzen ist, wächst der beste Wein.

 

Deckensystem Ceiltec: nach dem Vorbild der Natur

Die Natur ist auch das Vorbild der Deckenkonstruktion Ceiltec®. Die Wärme in den Räumen muss über die Decke aufgenommen, gespeichert aber auch wieder abgegeben werden. Der Werkstoff Beton besitzt eine gleich große Wärmespeicherfähigkeit wie der Schiefer. Wie die dünnen Schieferplatten wirkt die dünne Schale des Sandwichquerschnitts der Ceiltec® Deckenplatten. Wie beim Schiefer wird kurzfristig Energie aufgenommen und zeitlich verzögert abgegeben. Das führt zu dem angenehmen Klima in den Räumen und erzeugt das Wohlempfinden der Nutzer. Mit der Strahlungswärme analog dem großen Vorbild der Sonne wird eine hohe Behaglichkeit erzeugt.

Entscheidend für einen optimierten Energieverbrauch beim dem Gebäude sind wie in der Natur die verschiedenen Speichermöglichkeiten. Kurz- und langfristige Speicher müssen miteinander kombiniert werden. Dieses Konzept wurde bei dem Neubau des Instituts Heidger in Osann-Monzel konsequent angewendet. Das Erdreich dient als jahrzeitlicher Speicher, zwei große Behälter für warmes und für kaltes Wasser als Ausgleichpuffer und die Betondecke als kurzfristiger Speicher.

 

Energieeffizientes Gebäude nach dem Vorbild der Natur

Die Geschossdecken des Bauvorhabens wurden mit dem Deckentyp Ceiltec-B1 auf einer Fläche von ca. 2´500m2 verteilt auf drei Geschossen erstellt. Die Leistung und die Reaktionszeit der Decken zum Kühlen bzw. Heizen sind selbst bei der Vollglasfassade außerordentlich beeindruckend. Das angenehme Raumklima sowohl im Sommer als auch im Winter wird über die Decken gewährleistet. In Verbindung mit den erwähnten Speichersystemen werden sehr niedrige Nebenkosten für das Gebäude erreicht.

Am Beispiel dieses Bauvorhabens wird die Wirtschaftlichkeit des Deckensystems Ceiltec® in Verbindung mit einer Geothermie auf eindrückliche Weise demonstriert. Die Erfahrungen mit dem System über zwei Jahre konnten jetzt ausgewertet werden. Dazu wurde von Innogration eine Übersicht mit Zeichnungen zum Gebäude und der Decken erstellt. Eine schematische Darstellung der Energieversorgung ergänzt um die bislang ermittelten Verbrauchszahlen liefert einen Gesamteindruck vom energieeffizienten Bauen mit den Ceiltec® Deckensystemen. Diese Ausarbeitung kann bei Innogration angefordert werden:

 

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